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Die Fächer Musik und Kunst sind deutlich über die brandenburger Anforderungen hinaus im Stundenplan vertreten.

Fach: Kunst

Lehrkräfte:

Alix Gilka-Bötzow (Sek I/ Sek II und Fachbereichsleitung)

Jan Martiensen (Sek I)

Anke Käding (Sek I, derzeit in Elternzeit)

Unsere Motivation:

Der Kunstunterricht arbeitet grundlegend mit dem Bild als Kommunikationsmittel. Die Bilderflut unserer Zeit ist maßgebende und machtvolle Lebenswirklichkeit der SuS. Wir untersuchen  unterschiedlichen Medien, ihre gestalterischen Techniken, visuelle Kommunikationsformen, die Strömungen der Bildgeschichte und versuchen anhand dieser Ebenen sowohl unsere kulturellen Wurzeln als auch unsere gegenwärtige Lebenswirklichkeit besser zu verstehen.

Neben der schulischen Vorbereitung auf eine große Vielfalt gestalterischer Berufe, birgt der Kunstunterricht im Besonderen das Potential der Persönlichkeitsbildung. In unserer Leistungsgesellschaft ist es für die SchülerInnen zunehmend ungewohnter geworden, über das möglichst effiziente und ökonomische Erfüllen von Aufgaben hinaus, kreative und eigenwillige Wege zu suchen, um sich den Problemen und Herausforderungen einer immer komplexer werdenden Welt zu stellen. Wer sich Zeit nimmt, seine Wahrnehmung ins Bewusstsein zu heben, bleibt mit sich, seiner persönlichen Sicht auf die Dinge und mit seiner Gefühlswelt stärker in Verbindung. Ohne kreatives und innovatives Denken können wir die Probleme unserer Gegenwart nicht verändern.

Kunst steht immer der Angst des Nichtverstehens gegenüber und wird deswegen oft gemieden oder als irrelevant abgetan. Wir versuchen die Fähigkeit des Bilderlesens und -erspürens wieder zu lernen, um zu zeigen, dass Kunst in unserer hochentwickelten, wissenschaftlichen und ökonomischen Welt nichts weiter als eine hilfreiche Sprache ist, die uns erfahren lässt, was in Worten schwer auszudrücken ist: Nämlich was es bedeutet Mensch zu sein in dieser Welt.

 

Die Rahmenbedingungen:

Kunst ist leider in den Klassen 7., 8., und 9. Klasse in Brandenburg ein einstündiges Fach. In der ESSG wird daher Kunst in der 7. Klasse nicht unterrichtet, in der 8. zweistündig, jedoch nur in einem Halbjahr, und ab der 9. Klasse ganzjährig zweistündig. Am Ender der 10. Klasse haben die SchülerInnen für die Oberstufe die Wahl zwischen dem Musik- und dem Kunstkurs auf grundlegenden Niveau.  

 

Sek I

In der Sek I liegt der Schwerpunkt des Unterrichts auf dem Erlernen künstlerischer Techniken und dem zunehmend freieren Anwenden dieser Techniken für eigene Bildideen.

Die Bildbetrachtung und die Kunstgeschichte begleiten uns von Beginn an, werden jedoch in der 10. Klasse als Vorbereitung für die Oberstufe intensiviert und auch abgeprüft.

 

Die Gewichtung zwischen Praxis (Erarbeiten und Umsetzten eigener Bildideen in zunehmend offeneren Aufgabenstellungen) zu Theorie (mündliche Mitarbeite, technische Übungen) beträgt 60% zu 40%.

 

SekII

In der Sek II gibt es in den vier Semestern acht praktische wie theoretischen Schwerpunkt:

1. Semester: Architektur und Zeichnung

2. Semester: Malerei und Layout

3. Semester: Fotografie und Film

4. Semester: Bildhauerei und Ausstellungsgestaltung

 

Die Werkanalyse begleitet uns alle vier Semester. Über die Kunstgeschichte wird ein Überblick von der Antike bis zur Moderne vermittelt, wobei das 19. Und 20. Jahrhundert im Fokus stehen.

 

Am Ende des 4. Semesters beschäftigt sich der Kurs mit dem Thema Ausstellung und entwickelt eine Abschlussausstellung mit Vernissage in vier Teams (Kuratorium, Kunstvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit, Management).

 

In Kunst kann mündliches Abitur gemacht werden. In Vorbereitung darauf werden Tests und Klausuren geschrieben, sowie Referate gehalten.

 

Die Gewichtung zwischen Praxis zu Theorie beträgt 50% zu 50%.

 

Projektberichte:

 

- Weimarer Kinderbibel

- Kunstabschluss

Kunst in der 9a - ein Bericht zur Berliner Kinderbibel

Staubige Kleidung und schmutzige Hände, die Klasse 9a hat im Fach Kunst über die letzten Monate viel gearbeitet. Für die Berliner Kinderbibel, an der fünf Evangelische Schulen der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO mitgearbeitet haben, und für den bevorstehenden Kirchentag (24.-28.05.2017) hat die Klasse Figuren aus Ton oder Gips zu der Geschichte "Die Heilung des Gelähmten" geschaffen und schöne Textseiten zu der biblischen Geschichte geschrieben und gestaltet. Es war ein langer und nicht einfacher Prozess mit vielen kleinen Komplikationen. Die Figuren sind zerbrochen oder sahen anders aus als vorgestellt. Doch die Schüler ließen sich nicht aufhalten. Die Figuren wurden von den Schülern professionell für die Berliner Kinderbibel fotografiert.

Nicht weniger aufwendig waren die Collagen, die die Klasse zu dem Gleichnis „Arbeiter am Weinberg" erstellt haben. Bevor es mit der produktiven Arbeit los ging, mussten sich die Schüler zunächst Gedanken zur Räumlichkeit und Farbkontrasten machen. Auch war es gar nicht so einfach, sich zu überlegen, wie sie die Gerechtigkeit im Reich Gottes im Vergleich zu der irdischen Gerechtigkeit darstellen können. Aus diesen Vorüberlegungen und dem Schaffungsprozess selbst sind individuelle Ergebnisse entstanden, die dem Betrachter zum Verweilen anhalten.

Zu guter Letzt gestaltete die Klasse Beutel, in welche die gekauften Kinderbibeln mitgenommen werden konnten. Dazu fertigte die Klasse Schablonen von Luther mittels der Tontrennung an. Anschließend wurden die Schablonen auf die Beutel gelegt und mit Acrylfarbe bestrichen und betupft.

Besonders schön war es für die Schüler, ihre Ergebnisse auf dem 36. Kirchentag auf dem Messegelände ICC in Berlin und eine Woche später auf der Vernissage in der Grundschule Lichtenberg präsentiert zu sehen. Bilder und Texte, die es aufgrund der beschränkten Anzahl an Buchseiten nicht in die Berliner Kinderbibel geschafft haben, wurden in einer selbstgebundenen XXL-Bibel aufgenommen, die nun Bestandteil einer Wanderausstellung ist.

Die Berliner Morgenpost berichtete.