Erasmus+ Projekt „Ecofood”

Bewusstes Konsumverhalten durch nachhaltige Ernährung fördern

Vom 11.10.2025 bis zum 17.10.2025 nahm unsere Schule am Erasmus+ Projekt „Ecofood – Bewusstes Konsumverhalten durch nachhaltige Ernährung fördern” teil. Ziel des Projekts war es, ein tiefgründigeres Verständnis für nachhaltigen Konsum und gesunde Ernährung zu entwickeln, sich bewusst mit der Herkunft von Lebensmitteln, ihrem CO₂-Fußabdruck und der Lebensmittelverschwendung auseinanderzusetzen. Darüber hinaus haben wir uns als Ziel gesetzt mit dem gewonnenen Wissen die Qualität unserer Schulmensa weiteranzuheben.

Programminhalte und Aktivitäten

Unsere Schüler:innen reisten vom 11.10.2025-17.10.2025 nach Andalusien, wo sie an einem vielfältigen Programm teilnahmen. Die Aktivitäten umfassten unter anderem:

  • Besuch nachhaltiger landwirtschaftlicher Betriebe: Auf einer Gemüseplantage, einer Olivenölraffinerie und der Finca „Juanito Orange“ erfuhren und lernten die Schüler:innen Näheres über die Produktionsketten, die Herkunft der Lebensmittel und nachhaltige Anbaumethoden kennen.
  • Experteninterviews: Gespräche mit Ernährungsberatern und Köchen verdeutlichten anhand von Lebensmitteln und ihrem Produktionsaufwand, wie man sich nachhaltiger ernähren kann und welche Produkte dafür besonders geeignet sind. 
  • Besichtigung der Alcazaba: Ein Einblick in die Kultur Andalusiens und eine Darstellung der Verschmelzung verschiedener Kulturen vergangener Jahrhunderte.
  • Interviews mit Austauschschüler:innen: In Gastfamilien und bei gemeinsamen Workshops diskutierten die Schüler:innen über nachhaltige Ernährung und reflektierten ihr eigenes Ernährungsbewusstsein.

Schülerbericht der 10. Klasse:

Im Oktober 2025 unternahmen wir gemeinsam mit unserem Spanischkurs eine einwöchige Bildungsfahrt nach Spanien. Ziel unserer Reise war Benalmádena in der Provinz Málaga. Begleitet wurden wir von unseren Lehrkräften Frau Menibou-Renner, Herrn Schulte und Herrn Seehaus. Insgesamt nahmen 34 Schülerinnen und Schüler an der Fahrt teil.

Das zentrale Thema der Bildungsfahrt lautete „Eco-Food“. Dabei ging es nicht nur darum, unsere Spanischkenntnisse zu verbessern, sondern auch darum, mehr über nachhaltige Ernährung, ökologische Landwirtschaft und die spanische Kultur zu lernen. Die während der Reise gesammelten Erfahrungen sollten später im Unterricht weiterverarbeitet werden, unter anderem in Form eines nachhaltigen spanischen Rezeptbuchs.

Am Samstag, dem 11. Oktober 2025, flogen wir von Berlin nach Málaga.Dort wurden wir herzlich empfangen und anschließend unseren jeweiligen Gastfamilien zugeteilt.

Wir wohnten in kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen. Die meisten Gasteltern sprachen ausschließlich Spanisch, was zunächst eine Herausforderung darstellte, uns jedoch sehr dabei half, die Sprache im Alltag aktiv anzuwenden. In den Familien bekamen wir typisch spanische Gerichte, die häufig aus frischem Gemüse bestanden und nur wenig Fleisch enthielten. Dadurch erhielten wir einen authentischen Einblick in das spanische Alltagsleben und die dortige Esskultur.

Am Sonntag fuhren wir nach Málaga. Wir besichtigten die maurische Festung Alcazaba, spazierten durch die historische Altstadt und besuchten den modernen Hafen Muelle Uno. Während der Führung erfuhren wir viel über die Geschichte, Architektur und kulturelle Bedeutung der Stadt. Zum Abschluss kehrten wir gemeinsam in ein traditionelles Tapas-Restaurant ein, in dem wir verschiedene typische spanische Gerichte probieren durften. Dieser Tag vermittelte uns einen vielseitigen und lebendigen Eindruck von Málaga.

Ein besonders wichtiger Bestandteil der Bildungsfahrt war die intensive Auseinandersetzung mit nachhaltiger Landwirtschaft. Im Rahmen eines Tagesausflugs besuchten wir eine große Bioplantage in der Region El Ejido. Dort wurden vor allem Tomaten und Paprika in modernen Gewächshäusern angebaut. Vor dem Betreten mussten wir unsere Schuhe desinfizieren, um die Pflanzen vor möglichen Krankheiten zu schützen.

Während der Führung lernten wir, wie bedeutend Biodiversität für eine funktionierende Landwirtschaft ist und welche Maßnahmen Betriebe ergreifen, um möglichst umweltfreundlich zu arbeiten. Außerdem erfuhren wir, wie Insekten mithilfe natürlicher Methoden ferngehalten werden. Am Ende der Besichtigung durften wir verschiedene regionale Produkte verkosten, darunter frisches Gemüse, Aufstriche und Olivenöl.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Nerja, wo wir den bekannten Aussichtspunkt Balcón de Europa besuchten. Von dort aus hatten wir einen beeindruckenden Blick auf das Mittelmeer. Anschließend erhielten wir Freizeit, um die Altstadt zu erkunden, Souvenirs zu kaufen oder den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

An den folgenden Tagen besuchten wir vormittags die Austauschschule. Der Unterricht fand von 9:00 bis 13:00 Uhr statt und wir wurden in kleinere Lerngruppen eingeteilt. Dort wiederholten wir wichtige grammatische Grundlagen, erweiterten unseren Wortschatz und lernten viel über die spanische Kultur.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Vortrag einer Ernährungsberaterin. Sie erklärte uns die Grundlagen gesunder und nachhaltiger Ernährung sowie die Bedeutung regionaler Produkte. Zusätzlich tauschten wir uns zu diesem Thema mit Austauschschülern aus und übten auf diese Weise, uns in spanischer Sprache auszudrücken.

Ein besonderes Highlight der Woche stellte der gemeinsame Kochkurs dar. Zusammen mit einem spanischen Koch bereiteten wir eine traditionelle Paella zu. Dabei erfuhren wir, welche Zutaten typisch für dieses Gericht sind und wie sie richtig kombiniert werden. 

Am selben Tag besuchten wir außerdem die Olivenölmühle Molisur. Dort wurde uns der gesamte Herstellungsprozess des Olivenöls erklärt – von der Ernte der Oliven bis hin zur Lagerung des fertigen Produkts. Anschließend fuhren wir zu einer Zitrusplantage, auf der wir zahlreiche verschiedene Früchte probieren durften, darunter Mini-Orangen, Zitronen und sogar Zitronenkaviar.

Vor der Bildungsfahrt wurde uns Vieles zum Thema CO₂-Fußabdruck bereits im Unterricht nähergebracht, dennoch war uns bis zum Aufenthalt nicht bewusst, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln sein kann.

 Fleischkonsum, saisonale Produkte oder nachhaltiges Einkaufen spielten im Alltag häufig eine untergeordnete Rolle. In den Gastfamilien erlebten wir jedoch, dass vor allem frische, regionale und pflanzliche Produkte verwendet wurden. Nach der Reise setzten sich viele von uns intensiver mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinander. Seitdem versuchen wir, bewusster einzukaufen, weniger Fleisch zu essen und verstärkt auf regionale sowie saisonale Lebensmittel zu achten.

Rückblickend war die Bildungsfahrt nach Málaga eine äußerst bereichernde Erfahrung. Wir konnten unsere Spanischkenntnisse deutlich verbessern, da wir die Sprache sowohl im Unterricht als auch im Alltag regelmäßig anwenden mussten. Gleichzeitig erhielten wir wertvolle Einblicke in nachhaltige Ernährung, ökologische Landwirtschaft und die spanische Kultur.

Besonders wertvoll war die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung: Statt nur im Klassenraum darüber zu sprechen, konnten wir Landwirtschaft, Sprache und Kultur direkt vor Ort erleben. Die gemeinsamen Aktivitäten, der Austausch mit anderen Schülerinnen und Schülern sowie das Leben in den Gastfamilien hinterließen viele bleibende Eindrücke. Im Unterricht konnten wir unser erlerntes Wissen im Rahmen der Erstellung eines Rezeptbuchs anwenden, sodass wir jetzt zwei nachhaltige Rezepte in unsere Schulmensa anbieten.

Diese Bildungsfahrt hat uns gezeigt, dass Lernen außerhalb der Schule nicht nur effektiver, sondern auch deutlich abwechslungsreicher und motivierender sein kann – eine Erfahrung, die wir sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werden.

Erasmus+ Projekt „WaterOPT“

Nachhaltige Wassernutzung in Andalusien und Brandenburg

Vom 01.07.2024 bis zum 28.02.2025 nahm unsere Schule am Erasmus+ Projekt „WaterOPT | Resource-saving use of water and technological improvement in sustainable agriculture comparing examples in Andalusia and Berlin-Brandenburg“ teil. Ziel des Projekts war es, den nachhaltigen Umgang mit Wasser als kostbare Ressource zu untersuchen und mit Expert:innen und Schüler:innen aus Spanien und Deutschland Lösungsansätze zu diskutieren.

Programminhalte und Aktivitäten

Unsere Schüler:innen reisten vom 11.10.2024-18.10.2024 nach Andalusien, wo sie an einem vielfältigen Programm teilnahmen. Die Aktivitäten umfassten unter anderem:

  • Besuch nachhaltiger landwirtschaftlicher Betriebe: Auf einer Olivenplantage und der Finca „Juanito Orange“ lernten die Schüler:innen innovative Bewässerungssysteme wie die Tröpfchenbewässerung und nachhaltige Anbaumethoden kennen.
  • Experteninterviews: Gespräche mit Landwirten und Umweltexpert:innen verdeutlichten die Herausforderungen der Wasserknappheit und zeigten, wie sich der Klimawandel auf die Agrarwirtschaft auswirkt.
  • Besichtigung der Alhambra: Ein Einblick in historische Wassersysteme der Nasridenzeit zeigte, wie Wasser bereits in früheren Jahrhunderten nachhaltig genutzt wurde.
  • Austausch mit spanischen Schüler:innen: In Gastfamilien und bei gemeinsamen Workshops diskutierten die Schüler:innen über nachhaltigen Konsum und Wassersparmaßnahmen im Alltag.

Besuch des Sprechers der Berliner Wasserbetriebe am 22.11.2024

Nach der Rückkehr aus Spanien vertieften die Schüler:innen ihr Wissen weiter durch einen Besuch des Sprechers der Berliner Wasserbetriebe, Herr Natz, an unserer Schule. Er erläuterte die besonderen Herausforderungen der Wasserversorgung in Berlin-Brandenburg, darunter die begrenzte Grundwasserneubildung und der steigende Wasserbedarf. In einer anschließenden Fragerunde konnten die Schüler:innen die Parallelen und Unterschiede zwischen den beiden Regionen herausarbeiten und nachhaltige Lösungsansätze für die Zukunft diskutieren.

Bericht einer Schülerin der 10. Klasse:

Die Erasmus-Fahrt hat meine Ansichten über die Wasserknappheit in Spanien erheblich verändert und mir ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen vermittelt, mit denen die Menschen dort konfrontiert sind. Zu Beginn war ich mir der Schwere des Problems nicht wirklich bewusst. Ich habe allerdings erwartet, mehr über die Problematik zu erfahren und wie die Bevölkerung damit umgeht. Ich hatte zwar gehört, dass Wasser in vielen Regionen Spaniens eine knappe Ressource ist, aber die konkreten Auswirkungen auf das tägliche Leben und die Gesellschaft wurden mir erst durch die persönlichen Geschichten der Menschen vor Ort klar. Die Vorstellung, dass Wasser in so vielen Haushalten so stark rationiert werden muss, war für mich neu und hat mir die Dringlichkeit des Problems vor Augen geführt. Während unserer Gespräche mit den Gastfamilien hatten wir die Gelegenheit, direkt von ihren Erfahrungen zu hören. Sie berichteten von den Schwierigkeiten, die sie beim Zugang zu Wasser haben, insbesondere in den heißen Sommermonaten, wenn die Wasserknappheit am stärksten spürbar ist. Ich fand es besonders interessant, dass nicht nur zu Hause, sondern auch an öffentlichen Orten tägliche Aktivitäten um den Wasserverbrauch herum geplant werden. Die Geschichten über die Auswirkungen der Dürre auf die Ernten und die damit verbundenen finanziellen Sorgen waren besonders eindringlich. Alle Berichte über die Schwierigkeiten der Menschen haben mich tief berührt und mir die Dringlichkeit des Themas klargemacht. Es wurde mir klar, dass Wasserknappheit nicht nur ein Problem ist, sondern eine reale Herausforderung, die das Leben vieler Menschen beeinflusst.

Am 14.10.2024 besuchten wir im Rahmen der Erasmus-Fahrt eine Zitrusfruchtplantage. Der freundliche Mann, der uns durch die Plantage führte, erklärte uns viel über die verschiedenen Zitrusfrüchte, die dort angebaut werden. Besonders interessant war das Thema Wassermangel, das in Spanien eine große Herausforderung für die Landwirtschaft darstellt. Der Mann erzählte uns, dass die unregelmäßigen Niederschläge in den letzten Jahren die Plantage stark betroffen haben. Aufgrund des Wassermangels müssen sie häufig auf Bewässerungssysteme zurückgreifen, um die Pflanzen am Leben zu halten. Dies verursacht nicht nur zusätzliche Kosten, sondern kann auch die Qualität der Früchte beeinträchtigen. Viele Bäume erreichen nicht die notwendige Größe, was sich direkt auf die Erträge auswirkt. Er erklärte uns auch, dass der Wassermangel nicht nur die Zitrusfrüchte betrifft, sondern auch die Gesundheit der Bäume gefährdet. Wenn die Bäume nicht ausreichend Wasser erhalten, können sie anfälliger für Krankheiten werden, was langfristige Folgen für die gesamte Plantage hat. Der Landwirt und seine Familie versuchen, nachhaltige Bewässerungstechniken zu implementieren, um die Auswirkungen des Wassermangels zu minimieren, aber das ist eine ständige Herausforderung.  Während er uns über die Folgen des Wassermangels aufklärte, liefen wir über einen Teil der Plantage und durften zwischendurch einige Zitrusfrüchte probieren. Jeder, der die Früchte probiert hatte, sagte, dass sie ganz anders schmecken würden als in Deutschland. Der Bauer erklärte uns, dass das an dem Klima liegen würde, und das hatte jeder von uns schon einmal gehört, aber wenige hatten den Unterschied schon einmal wirklich geschmeckt.

Insgesamt war der Ausflug lehrreich und hat uns einen tiefen Einblick in die Herausforderungen gegeben, mit denen die Landwirte zur Zeit des Wassermangels in Spanien konfrontiert sind. Wir haben nicht nur viel über den Anbau und die Pflege der Pflanzen gelernt, sondern auch über die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Wassermangels. Zusätzlich zu diesen Erfahrungen hat mich die Fahrt dazu angeregt, über meinen eigenen Wasserverbrauch nachzudenken. Ich fühle mich jetzt motivierter, bewusster mit Wasser umzugehen und auch in meinem Umfeld für den verantwortungsvollen Umgang mit dieser kostbaren Ressource zu sensibilisieren. Das Bewusstsein für die Herausforderungen, die andere Menschen aufgrund von Wasserknappheit erleben, hat mich dazu angeregt, aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, wie ich selbst einen Beitrag leisten kann.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden und dass diese Fahrt meine Sichtweise auf die Wasserknappheit in Spanien nachhaltig verändert hat. Ich habe nicht nur viel über die Aspekte der Bewässerung und den Umgang mit Wassermangel gelernt, sondern auch über die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Wasserknappheit auf das Leben der Menschen. Diese Erkenntnisse haben meine Beziehung zu diesem Thema verändert und mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich für den Schutz unserer Wasserressourcen einzusetzen. Ich hoffe, dass ich durch mein Engagement und meine neu gewonnene Perspektive auch andere dazu inspirieren kann, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen und aktiv zu handeln.