Auf dem Weg zum Halbmarathon: Sport-Leistungskurs begeistert beim Tierparklauf
Zehn Kilometer durch den Berliner Tierpark, starke Platzierungen und vor allem jede Menge Begeisterung: Schülerinnen und Schüler des Sport-Leistungskurses der Evangelischen Schule Schönefeld haben beim Tierparklauf einen weiteren wichtigen Schritt auf ihrem gemeinsamen Weg zum GENERALI BERLINER HALBMARATHON 2027 gemacht.
Was vor einiger Zeit noch wie eine große Idee klang, wird immer mehr zu einer gemeinsamen Geschichte. Der Leistungskurs Sport unserer Schule hat sich ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Im April 2027 wollen die Schülerinnen und Schüler beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON an der Startlinie stehen und die 21,1 Kilometer durch Berlin bewältigen.
Doch schon jetzt zeigt sich, dass dieses Projekt weit mehr ist als die Vorbereitung auf einen einzigen Lauf. Es lebt von der Begeisterung, der Eigeninitiative und vor allem von der Leidenschaft, mit der sich die Schülerinnen und Schüler auf diesen Weg eingelassen haben.
Beim Tierparklauf über zehn Kilometer war diese Leidenschaft erneut zu spüren.
Zehn Kilometer – und ein weiterer Schritt
Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses war der Tierparklauf ein wichtiger sportlicher Meilenstein. Zehn Kilometer unter Wettkampfbedingungen bedeuteten, das bisherige Training auf die Probe zu stellen, die eigenen Kräfte einzuteilen und auch dann weiterzulaufen, wenn es anstrengend wird.
Dabei konnten sich die Ergebnisse mehr als sehen lassen.
In der männlichen Jugend U18 erreichte Joel einen hervorragenden 3. Platz. Unmittelbar dahinter folgten seine Mitschüler: Bennet belegte Platz 4, Mark Platz 5 und Tobias Platz 6. Vier Schüler unseres Leistungskurses liefen damit geschlossen auf die Plätze drei bis sechs.
Auch die Schülerinnen überzeugten als Gruppe. In der weiblichen Jugend U18 belegten Emily, Emma, Viktoria und Sophie die Plätze 9 bis 12.
In der männlichen Jugend U20 erreichte Fynn einen starken 2. Platz.
Doch so sehr sich der Kurs über diese Ergebnisse freuen darf: Die eigentliche Geschichte dieses Tages erzählen nicht die Platzierungen.
Was diesen Kurs auszeichnet
Es ist die Begeisterung, mit der die Jugendlichen dieses Projekt inzwischen zu ihrem eigenen gemacht haben.
Sie trainieren, tauschen sich über ihre Erfahrungen aus, motivieren sich gegenseitig und stellen sich Herausforderungen, die für viele von ihnen vor einiger Zeit noch weit entfernt erschienen. Beim Tierparklauf war zu erleben, wie aus einem schulischen Vorhaben zunehmend ein gemeinsames Projekt der Schülerinnen und Schüler selbst wird.
Da ist die Nervosität vor dem Start. Das gegenseitige Anfeuern. Die Freude über die Leistung der anderen. Das gemeinsame Warten im Ziel. Und natürlich auch der Stolz, wenn jemand aus dem eigenen Kurs auf dem Podium steht.
Genau diese Momente sind es, die den Weg zum Halbmarathon so besonders machen.
Denn 21,1 Kilometer lassen sich nicht allein mit sportlichem Talent bewältigen. Sie verlangen Ausdauer, Disziplin, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, über einen langen Zeitraum an sich zu arbeiten.
Und genau diese Bereitschaft zeigen die Schülerinnen und Schüler mit bemerkenswertem Engagement.
Trainingslehre nicht nur lernen, sondern erleben
Die Grundlage dafür wurde bereits im vergangenen Schuljahr gelegt.
Im Rahmen einer besonderen Kooperation mit der Universität Potsdam erhielt unser Leistungskurs die Möglichkeit, Trainingswissenschaft auf eine Weise kennenzulernen, die weit über den normalen Sportunterricht hinausging.
Die Universität Potsdam richtete eigens für unseren Kurs ein Trainingslehre-Seminar ein. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dort intensiv mit den wissenschaftlichen Grundlagen von Training, Belastungssteuerung und Leistungsentwicklung.
Damit wurde aus Theorie unmittelbar Praxis.
Was bedeutet eine sinnvolle Trainingsbelastung? Wie entwickelt sich Ausdauer? Warum braucht der Körper Regeneration? Wie lässt sich Training planen und steuern? Und wie kann man sich auf eine Herausforderung wie einen Halbmarathon vorbereiten, ohne dabei die eigene Gesundheit aus den Augen zu verlieren?
Dieses Wissen bildet heute eine wichtige Grundlage für den weiteren Weg des Kurses.
Der Halbmarathon wird damit zu einem besonderen schulischen Lernprojekt: Trainingslehre wird nicht nur für eine Klausur gelernt – sie wird über viele Monate am eigenen Körper erfahren, angewendet und reflektiert.
Erst helfen, dann selbst laufen
Auch die Verbindung zu den großen Berliner Laufveranstaltungen gehört inzwischen zur Geschichte des Leistungskurses.
Beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON standen die Schülerinnen und Schüler zunächst noch als Volunteersan der Strecke. Sie halfen anderen, erlebten die Atmosphäre der Veranstaltung und sahen, was es bedeutet, wenn tausende Menschen auf ein gemeinsames sportliches Ziel hinarbeiten.
Genau dort entstand zusätzliche Motivation für das eigene Vorhaben.
Über diesen außergewöhnlichen Weg berichtete bereits das offizielle Event-Magazin des GENERALI BERLINER HALBMARATHONS ausführlich und stellte das Schulprojekt in einer mehrseitigen Reportage vor.
Beim Tierparklauf wechselten die Jugendlichen nun selbst die Perspektive: Dieses Mal standen sie nicht neben der Strecke – dieses Mal liefen sie selbst.
Und auch beim BMW BERLIN-MARATHON werden Schülerinnen und Schüler wieder Verantwortung übernehmen und als Volunteers erleben, wie viel Engagement hinter einer solchen Veranstaltung steckt.
Ein Projekt, das von den Jugendlichen lebt
Bis zum April 2027 ist es noch ein langer Weg.
Es werden viele Trainingskilometer folgen. Läufe bei gutem Wetter ebenso wie Einheiten bei Kälte und Dunkelheit. Es wird Fortschritte geben, aber sicherlich auch Tage, an denen Motivation und Beine nicht gleichermaßen mitspielen.
Gerade darin liegt die eigentliche Herausforderung.
Das große Ziel dieses Projektes ist deshalb nicht eine bestimmte Zeit auf der Stoppuhr. Es geht darum, dass junge Menschen erfahren, was sie erreichen können, wenn sie sich mit Leidenschaft auf ein Ziel einlassen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, langfristig dafür zu arbeiten.
Der Tierparklauf hat davon einen beeindruckenden Eindruck vermittelt.
Die Platzierungen waren großartig. Noch schöner war jedoch zu sehen, mit welcher Freude, welchem Ehrgeiz und welchem Teamgeist die Schülerinnen und Schüler diesen Tag erlebt haben.
Aus einer Idee ist längst ein gemeinsames Projekt geworden.
Aus Trainingslehre wird gelebte Erfahrung.
Aus Volunteers werden Läuferinnen und Läufer.
Und aus zehn Kilometern sollen im April 21,1 Kilometer werden.
Der Weg ist noch lang. Aber genau dieser Weg ist es, der das Projekt so besonders macht.















